Gefühlschaos. Oben Suse und Trixie, zwei verstorbene Hunde. Unten Tommi, neues Familienmitglied Hund.

Gefühlschaos – Worte fehlen

Wer kennt den Schmerz, wenn ein geliebtes Haustür gestorben ist, nicht. Das reinste Gefühlschaos.

Es war ein Familienmitglied und genau so weh tut es auch, wenn es stirbt. Dass es “nur” ein Tier war spielt dabei überhaupt keine Rolle. So groß ist der Schmerz, dass nicht wenige beschließen: Nie wieder! Das Gefühlschaos halte ich nicht noch einmal aus, lieber bleibe ich für den Rest meines Lebens allein. Auch wir dachten so, nachdem Timmy starb. Und hielten es doch nicht ohne Hund aus. Im Buch beschrieb ich die Situation so:

“Der Schmerz, wenn man einen Hund gehen lassen muss, ist so groß, dass man meint, es nie wieder ertragen zu können. Aber all die Jahre dazwischen sind so wunderbar, dass man sich doch wieder darauf einlässt. Einem Hund wieder sein Herz schenkt. Ihn aus einer unglücklichen Lage befreit und ihm ein glückliches Leben schenkt. Ihm hilft, wieder Zutrauen und Vertrauen zu gewinnen. Ihm Zeit schenkt und geduldig wartet, bis der Hund von sich aus bereit ist. Und wenn dann der Moment gekommen ist, an dem so ein Hund wieder freudestrahlend über die Wiesen und Felder jagt und sich seines Lebens erfreut, dann weiß man, das ist es wert. Die Liebe, und auch der Schmerz. Die Frage, warum man lieben soll, wenn der Verlust so weh tut, kann ganz einfach beantwortet werden: Der Schmerz, den ich fühle, ist Teil meines früheren Glücks. So ist das.”

In exakt diesem Gefühlschaos befand ich mich im Juni 2017, als Tommi den Weg zu uns fand. Damals schrieb ich diese Zeilen.

Sabine Krömer, im Dezember 2021

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Manchmal fehlen auch mir die Worte. Besonders dann, wenn ich emotional sehr betroffen bin.
Aus diesem Grund füge ich hier ein Zitat von “Pauline Hoffmann” ein – besser könnte ich es nicht ausdrücken:

Die Freude und der Schmerz,
die stritten um die Wette,
wer an des Menschenherz
das größte Anrecht hätte.
Da trat die Lieb` hinzu und sprach:
Oh, lasst das Streiten!
Mein ist das Menschenherz,
ihr sollt es nur begleiten.

Bildnachweis Sabine Krömer

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